A :: Sempach – Beromünster – Sursee: Kraftorte

1  Pfarrkirche St. Stefan š

Weiträumig wirkt sie und nüchtern, die 1831 geweihte, klassizistische Kirche. Sie ersetzt eine viel kleinere Vorgängerkirche. Interessant sind ihre Kräfteverhältnisse.

Stehen Sie in die Mitte des Gangs und nehmen Sie die erhöhten Kräfte wahr, die Sie auch vor den Seitenaltären spüren.


2  Sträggele- oder Meierhof-Chäpeli

Archäologische Grabungen belegen, dass es sich sowohl beim Meierhof als auch beim Kirchbühl um alte und bedeutende Siedlungsplätze handelt. Dass ein wichtiges Teilstück der alten Basel– oder Hochstrasse die beiden Plätze miteinander verband, dürfte Sie kaum erstaunen. Einige hundert Laufmeter des heutigen Feldwegs unterhalb von Kirchbühl waren dereinst als Leichen- oder Totengass bekannt.

Treten Sie zum Chäppeli und spüren Sie die hohen, ausgeglichenen Kräfte


3  Kreuz

Das Kreuz in der Nähe der kleinen Kapelle ersetzt den alten Galgen und hat die Funktion eines Bannkreuzes. Seine Energien sind sehr tief und stakt abbauend. Verweilen Sie nicht zu lange vor dem Kreuz und laden Sie sich beim Chäppeli wieder auf. Im Bereich des Kreuzes ist viel Leid geschehen, das als Information und starke Störenergie noch vorhanden ist, spüren Sie es?


4 Kirche St. Martin im Kirchbühl

Die um das Jahr 1000 im romanisch-gotischen Stil errichtete Kirche ist wahrscheinlich das älteste Gotteshaus im Kanton Luzern. Erbaut auf römischen Siedlungsresten wurde es im 13. Jahrhundert erweitert. Dank seiner dezentralen Lage verlor der Standort der einstigen Mutterkirche der ganzen Landschaft an Bedeutung und bewahrte dadurch seinen mittelalterlichen Charakter.

Geniessen Sie das idyllische Ensemble mit seinen alten, schmiedeeisernen Grabkreuzen, den hohen, Schatten spendenden Bäumen und den gut platzierten Bänklein, umgeben von wehrhaften Mauern. Der Ort eignet sich gut für ein kleines Picknick oder eine kurze Verschnaufpause. Betreten Sie danach die Kirche und spüren Sie die hohen Kräfte in den vorderen, rechten Bankreihen.


4  Beinhaus

Im quadratischen Beinhaus fallen Ihnen die eingemauerten Totenschädel und Knochen auf. Die Kräfte sind hier tief und abziehend. Anders als beim Meierhofkreuz finden sich hier jedoch keine Störenergien. Die Atmosphäre ist gedämpft-ruhig, passend zum Abschied-Nehmen.


5  Ehemalige Kapelle Horlache

Der Name verweist in seinen beiden Teilen „hor“ und „lache“ auf einstmals sumpfiges Terrain oder auf ein Moor. Nebst dem Kreuz fällt das Gebäude mit dem Doppelkreuz auf, das heute keine Kapelle mehr ist, jedoch eine vermuten lässt. Die Werte entsprechen der hohen Ortsenergie und sind aufbauend und gelten sowohl für das Kreuz als auch für die „Kapelle“.


6  St. Niklausen Chäppeli

Ebenfalls zum Hof Horlache gehört das barocke St. Niklausen Chäppeli weiter oben am Waldrand. Es wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Zusammenhang mir Seuchengefahr errichtet. Treten Sie hinzu, die Kräfte sind gleichzeitig auf- und abbauend und entsprechen den Energiequalitäten eines Heilplatzes. In Bezug auf Seuchen ein gut gewählter Ort, der wahrscheinlich bereits sehr viel früher bekannt und genutzt worden ist.


7  Bänkli zwischen Bäumen

Die Ortsenergie ist hoch und weitgehend aufbauend. Sie treten aus dem Wäldchen und sehen oberhalb des Weges in der Wiese den markanten Stein. Achten Sie darauf, wie sich die Kräfte beim Weitergehen verändern, sie werden schwerer und wieder leichter, spüren Sie es? Auf der Aussichtsbank zwischen den Bäumen geniessen Sie hohe, aufbauende Kräfte. Der ganze Geländegürtel ist von einer starken, hellen Kraft. Wenn Sie golfen, profitieren Sie davon. Probieren Sie es aus. Auch beim Spazieren ist Ihnen beschwingt und wohl zu Mute, vor allem, wenn das Wetter mitspielt und Sie noch zusätzlich mit der prächtigen Weitsicht belohnt.


8  Marienkapelle Schopfe

Auf Schopfe, wo die Umritt-Teilnehmer als Prozessionsgabe ein Butterbrot erhielten und noch heute geradeaus nach Hildisrieden weiter reiten, zweigen Sie ab und wandern via Gige hinunter zur Schlachtkapelle. Zuvor besuchen Sie die kleine Marienkapelle. Sie finden eine Madonna im Strahlenkranz als Königin der Welt mit Jesuskind. Der Ort ist kraftvoll und aufbauend.


9  Linde

Geradeaus erblicken Sie eine kräftige Linde, deren Energien auf- und abbauend sind. Bei ihr kann Ihr Organismus in seine Balance kommen. Sind Sie aus der Gegend, besuchen Sie sie oft. Schopfe hat nebst einer traumhaften Fernsicht innere Einkehr und ausgleichende Kräfte zu bieten, eine selten schöne Kombination.


10  Schlachtkapelle St. Jakob d.Ae.

1472 –73 erbaut, erinnert die mehrmals umgestaltete Kapelle an die berühmte Schlacht bei Sempach. Nebst den Altären aus dem 17. Jahrhundert fasziniert das grosse Schlachtfresko aus dem Jahre 1551 sowie die Wappen der gefallenen Ritter und die Namenliste der Eidgenossen. Die Kräfte in der Kapelle sind nicht besonders hoch. Auf der Wiese hinter dem Gotteshaus sind sie hingegen intensiv. Interesssieren Sie sich für die Schlachtgeschichte? Vor der Kapelle finden Sie aufschlussreiche Informationstafeln. Sie stehen hier an einer Schaltstelle unserer Geschichte.


10  Beinhaus

Das Beinhaus verfügt über eine wunderschöne Pietà. Sehen Sie sich den Gesichtsausdruck der erschütterten Maria an, darunter die Knochen, die die toten Menschen in Beziehung zum Erlöser setzen – ein einmaliges Ensemble. Die Energien stimmen mit dem Gebrauch des Ortes überein, sie sind tief und abbauend. Verweilen Sie nicht allzu lange hier.


11  Wiese hinter Kapelle

Besonders interessant ist der Platz hinter der Kapelle. Hier ist nichts und alles. Der Platz ist diskret gestaltet und lädt zum Verweilen ein. Seine Kräfte sind sehr hoch und ausgeglichen.


12  Winkelriedstein

Besuchen Sie auch das 1864 errichtete Winkelrieddenkmal jenseits der Strasse. Wussten Sie, dass Arnold von Winkelried als Schweizer Söldnerführer aus Unterwalden 1522 in der Schlacht von Bicocca gefallen ist? Erst 1531 enthält die neueste Fassung des Sempacher Schlachtsliedes einen ersten Hinweis auf „einen Winkelried“, der ab 1570 zu „Arnold von Winkelried“ wird. Im 16. Jahrhundert erscheint die Schlacht von Bicocca bereits so weit weg, dass der gefallene Held nach Sempach versetzt und aus der grauenvollen Niederlage ein ruhmreicher Sieg hergestellt werden konnte, ohne damit Anstoss zu erregen.

Verweilen Sie hier nicht allzu lange, die Kräfte sind abziehend.


13  Wallfahrtskapelle Maria Mitleiden, Gormund

Idyllisch auf einem kleinen Hügel gelegen zieht die Wallfahrtskapelle Maria Mitleiden seit Jahrhunderten Menschen in ihren Bann. 1612 wurde sie mit Ausnahme des Chors neu erbaut. Besonders anziehend wirkt im eher strengen, gotischen Bau die illusionistische Wandmalerei aus der Spätrenaissance. Die Sage erzählt von einem kräftigen Baum, einer Tanne, die ursprünglich auf dem kleinen Hügel wächst und mit ihren Kräften die Menschen herbeiströmen lässt.

Besuchen Sie das Gotteshaus und nehmen Sie die hohe Schwingung des Hochaltars über das Auge auf. Geniessen Sie den kunsthistorisch interessanten Innenraum.


14  Pfarrkirche St. Agatha Neudorf mit Beinhauskapelle

Im 9. Jahrhundert gehörte das von Gunzwil abgespaltene „Niwidorf“ zu den zinspflichtigen Orten der Zürcher Fraumünsterabtei, bevor es unter die Herrschaft des Stifts Beromünster und später der Stadt Luzern fiel. Bauernkrieg und Hexenverbrennungen, 1596 wurde in Luzern die Neudorferin Agatha Homberger verbrannt, machten den Einwohnern im 16. und 17. Jahrhundert zu schaffen, viele wanderten aus. Die heutige Kirche entstand 1677-78, wobei der gotische Turm vom Vorgängerbau stammt.

Geniesse Sie die hohen Kräfte in den rechten Bankreihen vor der Heiligen Agatha.


15  Pfarrkirche St. Sebastian

Die Energien der dem Heiligen Sebastian geweihten Kirche sind hoch und weisen vor dem Altar Kultplatzcharakter auf. Der Kraftort beim Seitenaltar überrascht mit der gut erhaltenen Ganzkörperreliquie der Heiligen Clementia. Sie war die Tochter des Grafen Adolph von Hohenburg. Obwohl sie mit Graf Crasso von Spanheim verlobt wurde, trat sie mit seinem Einverständnis ins Kloster der Heiligen Irmina in Trier ein, wo sie 1176 verstarb und heiliggesprochen wurde.


16  Stiftskirche St. Michael

Bis 1798 besass das Kollegiatstift St. Michael weltliche und kirchliche Rechte. Zudem galt es als sehr vermögend. Gegründet wurde die Gemeinschaft von Weltgeistlichen oder Säkularkanonikern 1036 von den Grafen von Lenzburg.

Bis 1798 besass das Kollegiatstift St. Michael weltliche und kirchliche Rechte. Zudem galt es als sehr vermögend. Gegründet wurde die Gemeinschaft von Weltgeistlichen oder Säkularkanonikern 1036 von den Grafen von Lenzburg.
Treten Sie ein in den Bereich des barocken Gebäudeensembles und lassen Sie den Stiftsbezirk mit Kirche, Kapelle, Pfundhäusern, Probstei und Kustorei auf sich wirken. Im Vergleich mit den zusammengebauten Bürgerhäusern an den Haupt- und Nebengassen des Fleckens fällt ganz besonders die feudale Prachtentfaltung im Stiftsbezirk auf. Auch wenn Sie sich heute nicht mehr vorzustellen vermögen, wie das Lebensgefühl zur Zeit des Absolutismus gewesen sein mag, erhalten Sie vor der St. Michaelskirche einen kleinen Eindruck des ehemaligen Kräfteverhältnisses zwischen den oberen und den unteren Schichten.

Schauen Sie sich die Wappenkartuschen der Chorherren genauer an. Erspüren Sie den Kraftort bei der Pfeilerkanzel.


17  Galluskapelle

Die 1297 von Probst Ulrich von Landenberg gestiftete Galluskapelle überrascht mit einem starken Heilplatz, mit prachtvollen Altaraufbauten und einer in satten Braunrot-Tönen bemalten Flachdecke aus Holz. Lage und Stärke der Kräfte lassen die Vermutung zu, dass der Platz bereits in vorchristlicher Zeit bekannt gewesen und genutzt worden ist. Heute wird die kleine Kapelle als Totenkapelle verwendet und ist in der Regel nicht zugänglich. Gesäumt wird sie von einem kleinen Friedhof mit bunten, schmiedeeisernen Grabstelen, wie sie heute nur noch ganz selten vorkommen.


18  Wegkapelle beim Schlösslipark

Bevor Sie in die Waldkathedrale eintreten, kommen Sie bei einer trutzigen Wegkapelle vorbei. Die Tafel erinnert an eine deutsche Eiche: „Eine deutsche, edle Eiche, ruht einst auf diesem Stein. Herzog Leopolds Leiche soll hier gerastet sein.“ Bekannt ist, dass im Zeitalter der Aufklärung gezielt heilige Bäume der vorchristlichen Glaubenskultur gefällt wurden. Kirche und Staat versuchten, die heidnischen Naturheiligtümer, die sich in der Volksfrömmigkeit noch lange halten konnten, endgültig zum Verschwinden zu bringen. Die Wegkapelle erinnert an den heiligen Baum.


19  Waldkathedrale im Schlösslipark

Die barocke Parkanlage in Form einer dreischiffigen Kathedrale liegt auf dem Stadt nahen Moränenhügel beim heutigen Schlossmuseum, wo übrigens der erste Buchdruck der Schweiz stattgefunden hat. Nach Untersuchungen des Landschaftsarchitekten Felix Naef, Brugg, ist die Hügelkuppe abgetragen und exakt im Grundriss einer Kathedrale ausplaniert worden. Zuvor ist sie gerodet und von grossen Steinen, die zum Teil gar gesprengt werden mussten, befreit worden. Der Vorsteher des Stifts von Beromünster, Probst Xaver Niklaus Krus, hat im Jahre 1790 vierundneunzig wilde Rosskastanien und über dreitausend Hainbuchen und Buchen im Grundriss einer gotischen Kathedrale pflanzen lassen. Misst man den Grundriss aus, so ergibt sich eine Gesamtlänge von 115 m. Die Breite des Mittelschiffs beträgt 5 m und diejenige der beiden Seitenschiffe je 3 m. Seit 2008 steht der Schlössliwald unter kantonalem Denkmalschutz.

Stehen Sie auf den Platz, auf dem in der Kirche der Hochaltar stünde und spüren Sie.


20  Baumgruppe auf Bloseberg

Mit Sicht auf den Sendeturn und ganz in der Nähe des Reservoirs fällt Ihnen eine stattliche, lockere Baumgruppe auf. Vielleicht zieht sie Sie an? Einzig der praktische Robbidog stört das Bild. Verweilen Sie hier einen Moment und geniessen Sie die Kräfte.


21  Wallfahrtskapelle Grüt

1961 von den Grütbauern errichtet, ist die moderne, schlicht gehaltene Kapelle der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und der seligsten Jungfrau Maria geweiht. Der Ortsname leitet sich von rüüte, roden, ab und verweist auf eine dem Wald abgewonnene Fläche. Interessant ist die Kräfteverteilung, die von einem Platz mit hohen, neutralen Werten spricht, wie er in frühen Zeiten gerne für kultische Zwecke verwendet wurde. Sie spüren die hohen Energien auch ausserhalb des Chors zwischen den Birken.


22 Chäppeli Chäseriwald

Bevor der Weg durch den Chäseiwald etwas steiler bergab führt, fällt Ihnen rechter Hand ein kleines Chäppeli mit einer Ruhebank davor auf. Leicht erhöht, strahlt es oberhalb des Wanderwegs eine grosse Ruhe aus. Vielleicht setzen Sie sich auf die Bank? Es dürft Sie kaum erstaunen, hier Kraft zu finden. Das Chäppeli liegt auf einer Kraftlinie, die den Chäseriwald durchzieht. Der kleine Bildstock steht nicht zufällig hier, da hat jemand genau Bescheid gewusst oder die Energien gespürt.


23  Kapelle Mariazell

Wie ein in der Sonne funkelndes Kleinod steht die 1657 im Spätrenaissancestil erbaute Wallfahrtskapelle auf dem Hügelkamm über dem Sempachersee und zieht Gläubige, Geschichts- und Kunstinteressierte gleichermassen an. 1275 wird die Kapelle als „Celle“ erstmals erwähnt. Seit 1371 fungiert sie als Filialkapelle von Sursee. Sie können in den Bänken der Kapelle auf Gott und sich selber besinnen und dabei Kraft für den Alltag tanken.


24  Romanische Kirchruine Zellmoos

Ausgrabungen legten einen frühmittelalterlichen Friedhof und die restaurierten Grundmauern einer romanischen Kirche aus dem 11. Jahrhundert frei. Diese befinden sich über einer jungstein- und bronzezeitlichen Siedlung. Sogar ein Sodbrunnen kam zum Vorschein, was zur Annahme führte, es könnte sich um eine Klosterkirche gehandelt haben.

Begehen Sie den einschiffigen Längsbau mit seinen Nebenräumen und halbrunden Absiden. Finden Sie den hochschwingenden Kultort?


25  Friedhofkapelle Maria Dägerstein

Die hübsche kleine Friedhofskapelle ersetzt eine ältere aus dem 15. Jahrhundert und diese wiederum stand an der Stelle eines besonderen, grossen Steinblocks, dem sogenannten Dägerstein. Die hohen, neutralen Energien sprechen von einem Platz, der sich für die Durchführung von Ritualen eignet. Sie dürfen davon ausgehen, dass es sich beim Dägerstein um einen kultisch genutzten Stein gehandelt hat, der mit einem ersten und im 17. Jahrhundert mit einem etwas grösseren, zweiten Gotteshaus, bestehend aus den Steinen des abgebrochenen Kirchleins von Mariazell, christianisiert wurde. Geweiht ist das Gotteshaus den heiligen Fabian und Sebastian.


Römerbrücke Oberkirch š

Bedrängt von Verkehrsführung und Bauten bietet ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert Einblick in eine etwas beschaulichere Zeit. Tatsächlich geht die Steinbogenbrücke nicht in die Römerzeit zurück. Sie wurde 1806 im Zusammenhang mit der Absenkung des Seespiegels nach den Plänen des bekannten Baumeisters Niklaus Purtschert erbaut. Nicht nur aufbauende Kräfte finden Sie unter der zweiten Bogenbrücke, unter der Sie der Fussgängersteg durchführt. Verweilen Sie einen Moment, wie fühlt es sich an? Es ist ein idyllischer Ort, an der Schnittstelle zwischen alter und neuer Zeit, der Sie energetisch jedoch eher zum Weitergehen einlädt.


26  Pranger am Rathaus

Den Pranger finden Sie am wohl bedeutendsten spätgotischen Profanbau der Schweiz, am ebenso monumental wie prachtvoll in Erscheinung tretenden Rathaus unterhalb der St. Georgskirche. Hier fällte der Rat der Stadt Sursee, der schon früh über die Blutgerichtsbarkeit verfügte, seine Urteile. Am einzigen heute noch erhaltenen Pranger der Schweiz wurden die Delinquenten bis ins 18. Jahrhundert dem Spott der Gemeinschaft ausgesetzt.


27  Stadtkirche St. Georg ian

An der Stelle einer früheren spätgotischen Kirche wurde 1640 die heutige Pfarrkirche von Jakob Berger im Stil der Spätrenaissance errichtet. Das erste nachgewiesene Gotteshaus war viel kleiner und bestand aus Holz. Es gehörte samt Friedhof zur grössten der bisher bekannten frühmittelalterlichen Zentralschweizer Siedlungen des 7. und 8. Jahrhunderts. Imposant ist der Standort auf dem Kirchhügel, der mit seiner Höhe das tiefer liegende Rathaus und die von ihm repräsentierte weltliche Macht in die Schranken zu weisen schien.

Begehen Sie den sakralen Raum. Sie stossen dabei auf eine interessante Kräfteverteilung.


28  Beinhaus St. Martin mit Unter- und Oberkapelle

Am schlanken, hohen Bau fallen Ihnen die beiden einander gegenüberliegenden Pforten auf, die vom alten Brauch des prozessartigen Durchschreitens im Gedenken an die Toten erzählen. In dem in eine Unter- und eine Oberkapelle geteilten Beinhaus finden Sie Grabplatten und je einen Altar vor. Die Kräfte sind passend zum Trauern und Abschiednehmen niedrig und abbauend.


29  Klosterkirche mit Labyrinth

Im beginnenden 17. Jahrhundert wurde extra muros das Kapuzinerkloster errichtet und gute hundert Jahre später durch einen Neubau ersetzt. Seit der Klosteraufhebung im Jahre 1998 und der Übernahme der Räumlichkeiten durch die römisch katholische Kirche werden diese sowohl kirchlich als auch kulturell genutzt.

Begehen Sie Kirche und Labyrinth, Sie finden erhöhte Kräfteverhältnisse vor.


Quelle: Forschungsstelle Kraft- und Kulturorte Schweiz


Quellen
Hörsch, W. (03.11.2016). Neudorf. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).
www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D644.php (17.07.2018).

Reinle, A. (1956). Das Amt Sursee. In: Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern, Bd. 4. Bern: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK.

Sempach Online. www.sempach.ch (17.08.18).

Suter, L. (Hg.) (1996). Sagenhaftes Amt Sursee. Hitzkich: Comenius.

Beromünster. www.beromuenster.ch (10.08.18)

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