E :: Grosswangen  –  Willisau: Kraftorte

1 Bildstöcklein __

Halten Sie in der Wegkreuzung beim Bildstock aus dem 17. Jahrhundert kurz an, seine Kräfte sind hoch und aufbauend. Das Bethaus markiert eine Kraftlinie, spüren Sie sie? Nun folgen Sie dem Wegweiser Richtung Grosswangen und gelangen in kurzer Zeit nach Oberrot.


2 Muttergotteskapelle Oberroth __

Die ehemals den Heiligen Gallus und Othmar geweihte Kapelle gilt als erste Pfarrkirche der Siedlung Wanga. Heute zählt das im Jahre 1275 schriftlich erwähnte Gotteshaus, in dem die Muttergottes verehrt wird, zu den geschützten Kulturgütern mit kantonaler Bedeutung.
St. Gallus und St. Othmar finden Sie im Hochaltar dargestellt. Sie umrahmen das Gnadenbild der Madonna auf der Mondsichel im Strahlenkranz als Königin der Welt mit dem nackten Jesuskind im Arm. Es ist eine schöne Darstellung der kinderliebenden Maria, links und rechts doppelt umrahmt von der Vermittlung des Christentums und der Besiegung alles Heidnischen.

Stehen Sie in die Gangmitte und nehmen Sie die erhöhten Kräfte wahr.


3  Pfarrkirche St. Konrad, Grosswangen __

Sie stehen auf dem Kirchhügel von Grosswangen vor einer der schönsten neugotischen Kirchen des Kantons. 1863-67 vom Luzerner Architekten Wilhelm Keller (1823-88) erbaut, ersetzt sie mindestens zwei Vorgängerbauten.
934 wurde Konrad zum Bischof von Konstanz geweiht, wo er, nach einem frommen Leben und nach vielen Wallfahrten ins Heilige Land, 975 verstarb. Als er in einem österlichen Hochamt die Eucharistie feierte, fiel eine grosse Spinne in seinen Kelch. Er liess sich nichts anmerken, trank den Wein und liess die Spinne bei der Verteilung der Kommunion unversehrt aus seinem Munde krabbeln.


4 St. Anna Kapelle im Hinterfeld

Auch die Annakapelle ist im neugotischen Stil errichtet. Der Neubau mit integrierten Elementen der alten Ausstattung datiert von 1929 und ersetzt die Feldkapelle aus dem Jahre 1570, die 1887 einem Brand zum Opfer gefallen ist. Beachten Sie das spätgotische Gnadenbild der Anna Selbdritt aus dem 15. Jahrhundert über dem Altar. Es ist aus Holz geschnitzt und stammt aus der älteren Kapelle. Eine weitere Anna Selbdritt wacht unter dem Vorzeichen.
Auch hier, auf dem freien Felde, bieten sich die vorherrschenden Energien für Kultus und Ritus an. Die kleine Kapelle steht nicht zufällig an diesem Platz, er dürfte seit alters her bekannt und bereits vorchristlich genutzt worden sein. Die Kapelle ist an Sonn- und Feiertagen und jeweils am Dienstag offen. Wo Sie an den übrigen Tagen bei Interesse den Schlüssel beziehen können, ist an der Kapellentüre angeschlagen.


5  Naturlehrgebiet Buchwald Ettiswil

Nehmen Sie sich etwas Zeit, sich in diesem Paradies für Pflanzen und Tiere umzusehen. Initiiert 1971 vom Ettiswiler Professor Josef Steiner, wurden in der ehemaligen Kiesgrube wassernahe Lebensräume für unzählige Amphibienarten, Vögel, Säugetiere, Pilze und geschützte Pflanzen geschaffen. Die Kräfte entsprechen den üblichen Ortsenergien. Das Naturlehrgebiet ist ganzjährig kostenlos zugänglich. Von Schulklassen und Gruppen wird es intensiv für anschauungsnahen Unterricht genutzt. Beobachten und dabei Entschleunigen ist auch hier angesagt.


6 Wasserschloss Wyher

Die 1965 nach einem Brand vom Kanton Luzern erworbene spätmittelalterliche Schlossanlage findet 1304 erstmals schriftliche Erwähnung. Nach mehreren Besitzerwechseln gehörte das Schloss zwischen 1588 und 1837 dem Geschlecht der Pfyffer von Altishofen und von Wyher. Ludwig Pfyffer (1524-94) gilt als Begründer des Luzerner Patriziats. Die Kräfte entsprechen den üblichen Ortsenergien.


7 St. Ludwigskapelle

Bei der Kapelle geniessen Sie eine schöne Sicht auf Ettiswil, Richtung Wauwilermoos und Santenberg. Besonders beeindruckend sind die beiden mächtigen Buchen. Ludwyg Pfyffer liess die gotische Kapelle mit Dachreiter im Jahre 1592 als Schlosskapelle auf der nahen Hügelkuppe errichten. Sowohl der frühbarocke Altar als auch die Wandbilder bestechen durch ihre Einfachheit.


8  Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Die Barockkirche St. Maria und Stefan wartet mit einem Rokoko-Innenraum auf, der Sie faszinieren wird. Deckengemälde, Altäre und Lichtführung lassen eine festliche Atmosphäre entstehen.


9 Beinhauskapelle

Die schmucke Totenkapelle aus dem 17. Jahrhundert passt von ihrer Grösse, Ausstattung und von den energetischen Werten her hervorragend zum Thema Tod und Abschied. Der mit viel Schwarz und Silber würdevoll gestaltete Raum lädt dazu ein, hier und jetzt zu trauern und den Toten gehen zu lassen. Nicht weniger als 26 Sinnbilder für die Vanitas finden Sie in Grisailletechnik an der flachen Holzdecke. Verweilen Sie nicht allzu lange.


10 St. Anna Kapelle __

1590 findet die frühbarocke, offene St. Anna Kapelle erstmals schriftliche Erwähnung. Das 1684 geweihte, fensterlose Nebenheiligtum ist Teil des Wallfahrtsortes, an den schon kurz nach dem Bau der nebenstehenden Sakramentskapelle Wallfahrten belegt sind. Von circa 1670 stammt der Altar mit Anna Selbdritt. Das frei zugängliche Altarhäuschen bot Platz für viele Pilger, was auf eine rege Nutzung des Wallfahrtsortes hinweist.


11 Sakramentskapelle

Die berühmte und sehenswerte Sakramentskapelle erinnert an einen Frevel, einen Hostienraub. 1450 entstand die Kapelle am Fundort der gestohlenen Hostie.


12 Burgruine Kastelen, Alberswil __

Es wird vermutet, dass die Lenzburger eine Erd-Holzburg auf dem vorgeschichtlich befestigten Platz oberhalb des heutigen Dorfes Alberswil errichtet haben. Ihre Rechtsnachfolger, die Kyburger, erstellten um 1250 den heute noch bestehenden Wohnturm. Im 13. Jahrhundert wurden die Habsburger Besitzer. Die Geschichte der Burg reicht von ihrer feudalen Ausgestaltung bis hin zum Volksaufstand gegen die Herrschaft. Seit 1996 ist die Ruine im Besitz des Vereins Burgruine Kastelen.
Funde aus der Bronzezeit weise auf eine vorchristliche Besiedelung und Nutzung des Hügels hin, der sich aus der sumpfigen Ebene erhob.

Besichtigen Sie die vorbildlich restaurierte Ruine. Dank des eingebauten Gitterturms sehen Sie den gesamten Innenraum. Stellen Sie sich anschliessend zwischen den Sodbrunnen und die Südostecke des Turms und spüren Sie die erhöhten Kräfte.


13 St. Blasiuskapelle Burgrain __

Die St. Blasius Kapelle oder das „Bläsichäppeli“ stellt auf ihrem zwölf Meter hohen Grundmoränenhügel, einem weiteren, geschützten Platz über der ehemals sumpfigen Ebene, einen wichtigen Wallfahrtsort dar. Die frühbarocke Kapelle gehört zu den bedeutenden Kunstdenkmälern des Luzerner Hinterlandes. Im Hochmittelalter fungierte das Gotteshaus als Pfarrkirche.

Setzen Sie sich in die vordersten, rechten Bankreihen und spüren Sie die erhöhten Kräfte.


Quelle: Forschungsstelle Kraft- und Kulturorte Schweiz


Quellen
Fischer, M. (2002). Die Sankt-Blasien-Kapelle zu Burgrain in Alberswil. In: Heimatkunde des Wiggertals, Bd. 60, S. 60ff.

Frey, W. (23.07.2013). Grosswangen. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).
www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D638.php (17.07.2018).

Greising, F. (2000). Das Schweinewunder. Basel: Lenos.

Reinle, A. (1956). Das Amt Sursee. In: Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern, Bd. 4. Bern: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK.

Suter, L. (Hg.) (1996). Sagenhaftes Amt Sursee. Hitzkich: Comenius.

Verein – Burgruine Kastelen. In: www.kastelen.ch (16.08.18).

Wasserschloss Wyher. In: www.wasserschloss-wyher.ch

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