D :: Triengen – Knutwil: Kraftorte – Ausführliche Informationen

Boviseinheiten

Es wird bewusst darauf verzichtet die Werte der Strahlungsintensität in Boviseinheiten anzugeben. Die Werte sind unter anderem abhängig von Faktoren wie Sonnenaktivität, Mondstand, Wetter und haben sich in den letzten Jahren stark verändert.

Verhalten an einem Ort der Kraft

Mit Ihrer Um- oder Mitwelt stehen Sie im ständigen Austausch, energetisch gleichen Sie sich einander an wie zwei miteinander verbundene Seen. Deshalb ist es wichtig, sowohl sich selbst als auch allem um sich herum mit Achtsamkeit und Respekt zu begegnen und Sorge zu tragen, sonst sägen Sie am eigenen Ast. Mit diesem Wissen verhalten Sie sich intuitiv richtig an einem Ort der Kraft. Was die Länge Ihres Aufenthalts betrifft: hören Sie auf Ihren Körper und verweilen Sie nicht allzu lange.

Geschichte

Das Surental war schon früh besiedelt. Die Funde reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Die Römer liessen Spuren baulicher Anlagen, Münzen und Grabhügel zurück. Im Laufe des 12. Jahrhunderts wurden Knutwil als Gnuthwilare, Büron als Burron und Triengen als Triingin schriftlich erwähnt, wohingegen Bad Knutwil erst im 15. Jahrhundert Erwähnung fand. Später regierten die Herren von Büron und ihre Nachfahren, die Herren von Aarburg, über das Gebiet Triengen und Büron, zu dem auch Bad Knutwil zählte. 1455 wurde es an die Stadt Luzern verkauft. Über hundert Jahre später kam nach mehreren Herrschaftswechseln auch Knutwil dazu.

Seit 2010 steht in Triengen die erste mazedonisch-orthodoxe Kirche der Schweiz. Dem heiligen Naum von Ohrid geweiht, lädt sie im traditionellen Stil mit kreuzförmigem Grundriss zwischen Arbeits- und Wohnzone gelegen, zur gläubigen Einkehr.


1  Pfarrkirche St. Laurentius

Die Laurentiuskirche wurde von Jakob und Josef Singer in den Jahren 1786/87 neu errichtet. Grosszügig und hell tritt die spätbarocke Innerschweizer Landkirche in Erscheinung. Stehen die Seitenaltäre noch unter dem Einfluss des Rokokos, sind sowohl der Hochaltar als auch die Kanzel bereits dem Frühklassizismus zuzuschreiben. Aufbauende Kraft, die sich gegen den rechten Seitenaltar hin verstärkt, finden Sie im Chor auf der rechten Seite. Der stärkste Platz mit neutralen Kräften, so wie er zu vorchristlichen Zeiten gerne für kultische Zwecke verwendet worden ist, ist mit dem Kirchturm markiert.

Stehen Sie ausserhalb des Gotteshauses nahe an den Kirchturm. Spüren Sie die hohen Kräfte, die wohl schon sehr früh rituell genutzt wurden?

Kultplatz

Kraftorte mit ausgeglichener Strahlungsqualität wurden schon von den Vorchristen häufig als Kultorte genutzt. Die intensive Strahlung unterstützte die rituellen Handlungen und erleichterte den Kontakt zur Gottheit.

Zeitentafel

Jungsteinzeit 6’000 – 2’200 v. Chr. Matriarchat Kelten gegen Ende vermutet
Bronzezeit 2’200 – 800 v. Chr. Matriarchat Kelten vermutet
Eisenzeit    800 v. Chr. – 20 n. Chr. Patriarchat Kelten belegt
Römerzeit      20 – 500 n. Chr. Patriarchat Kelten, Römer
Mittelalter    500 – 1’500 n. Chr. Patriarchat Alemannen

Dass die Clan-Gesellschaften einst mutterrechtlich organisiert waren, wurde unter anderem von Heide Göttner-Abendroth erforscht. Die energetischen Testresultate legen diese Sichtweise, die sich faktisch nicht oder allenfalls noch nicht belegen lässt, nahe. Die Gesellschaften dürften in friedlicherer Coexistenz nebeneinander gelebt haben als später in den patriarchal strukturierten Gesellschaften, was nicht zwingend etwas über die Menschen aussagt, bedenken Sie, dass die Siedlungsdichte noch sehr gering war und sich mit der Zeit verdichtete.

Jahreszeitenfeiern

Gesetzt sei die Annahme, dass sich die mutterrechtlich organisierten Clan-Gesellschaften um die Mitte der Jungsteinzeit bis gegen Ende der Bronzezeit im mitteleuropäischen Kulturraum eine Leben schenkende und Leben nehmende Ahnfrau vorstellten, von deren Fruchtbarkeit das Überleben des jeweiligen Clans abhing. Die unsterbliche Ahnfrau brauchte nach dem Vorbild der Natur jedes Jahr einen Befruchter, der seiner grossen Aufgabe würdig war. An den speziellen Tagen im Sonnenjahr wurde sie an besonders hochschwingenden Plätzen mit Prozessionen und Riten gefeiert, wobei der Reigen auf dem Platz zu Mittwinter eröffnet wurde. Hier feierte der Clan die Ahnfrau als Gebärerin ihres Begleiters, des Sonnenkindes. Zur Tag und Nachtgleiche im Frühjahr wurde sie am Platz der Initiation gefeiert. Hier unterzog sie den Begleiter einer Prüfung und beschenkte ihn symbolträchtig mit einem Ring. Bestand er die Prüfung nicht, erwartete den Clan ein Dürre- oder Nässejahr. Zu Mittsommer fand das Fest auf dem Platz der Heiligen Hochzeit statt. Hier vollzog die Ahnfrau mit ihrem Begleiter die Vereinigung, welche die Fruchtbarkeit von Mensch, Tier und Pflanze garantierte. Zur Herbst-Tag und Nachtgleiche musste sie ihn über eine Felswand in die Anderswelt gehen lassen, da er nicht unsterblich war wie sie. Erst zu Mittwinter konnte sie ihn ins Leben zurückholen und im Frühling als neuen Begleiter auserwählen, im ewigen Kreislauf. Für weiterführende Informationen: siehe Göttner-Abendroth, Heide.

Die Jahreszeitenfeiern wurden später zu christlichen Festen

Jahreszeit Sonnenjahr Vorchristliches Fest Christliches Fest
Frühling Tag und Nachtgleiche Initiation Ostern
Sommer Sommersonnwende Heilige Hochzeit Johannisfest
Herbst Tag und Nachtgleiche Jenseitsreise Erntedankfest
Winter Wintersonnwende Wiedergeburt Weihnachten

2  Heiligkreuz Kapelle Wellnau

Die idyllische Lage in der geschützten Senke diente schon in vorchristlicher Zeit dem Kultus, was archäologische Grabungen und hohe, ausgeglichene Energien belegen.
Die beliebte Hochzeitskappelle, die bei einem archäologisch gesicherten Gräberfeld aus der Hallstattzeit liegt, wurde 1593 eingeweiht.

Treten Sie ein in das hübsche Kapellchen, es ist ein Ort der Stille und der Einkehr. Die starken Energien spüren Sie auf der rechten Chorseite.


3  Gschweichhütte 815 m ü M

In der gemütlichen, bewirteten Gschweichhütte – klären Sie die Öffnungszeiten ab – befinden Sie sich in der ehemaligen Scheune des Kurhauses Hotel Bellevue. Das kleine Holzhaus wurde 1904 erbaut und brannte bereits 1912 nieder. Zurückgeblieben sind einige Fotos und die Scheune, die auf dem rundum bewaldeten Hochplateau gut in die Topografie eingebettet ist. Es ist ein ruhiger Platz zum Verweilen mit ortsüblichen Energien von aufbauender Qualität. Vor allem wenn der Schnee unter den Sohlen knirscht und im Sonnenlicht glitzert, ist ein Ausflug in die Gschweichhütte eine tolle Idee, aber auch sommers zum Bräteln, Plaudern, Zusammensitzen oder einfach zum Abschalten und den Kopf lüften lohnt es sich, hin und wieder hierher zu wandern. Sind Sie aus der Gegend, nutzen Sie vielleicht den schönen Winterwanderweg von der Rochuskapelle hierher.

Divergenzplatz

Ein Divergenzplatz ist ein Ort, der sich von seiner Umgebung abhebt, ohne obigen Definitionen zu entsprechen.

Kreuze

Auf Ihrem Weg begegnen Sie mehr als einem Kreuz. Es handelt sich dabei um Wegkreuze, um traditionelle sakrale Wegbegleiter und Bannkreuze. Ihre Kräfte sind etwas unterschiedlich, einige zeigen ortsübliche, andere erhöhte Energien. Auch die Schwingungsqualität ist verschieden. Spüren Sie den Unterschied von Kreuz zu Kreuz?


4  Aussichtspunkt Gschweich am Waldrand

Am Waldrand auf dem Gschweich bei der Übersichtskarte über die Wanderwege fallen Ihnen kräftige Bäume auf. Halten Sie einen Moment inne und geniessen Sie die Aussicht. Sie wandern nun hinunter zur Rochuskapelle von Schlierbach und sind froh darüber, dass Ihr Weg Sie nicht nachts durch das berüchtigte, nahgelegene Helgenholz führt.

Spätheimkehrer und nächtliche Wanderer stossen dort immer wieder, so erzählt die Sage, auf eine unsichtbare Wand. Oft tasteten sie stundenlang und suchten den Durchlass. Nur ein Gebet öffnet die Mauer.

Energetisch lässt sich auf dem Weg durchs Helgenholz eine spürbare Unregelmässigkeit feststellen, die im Kontext des Übergangs in die Anderswelt gesehen und interpretiert werden kann. Was genau vorliegt, ist Sache der weiteren Erforschung.

Kraftort

Alles strahlt. Sie, die Pflanzen, die Luft, der Boden. Für die Bestimmung eines Kraftortes werden Intensität und Qualität der Erdstrahlung untersucht. Die Strahlungsintensität ist gegenüber anderen Plätzen erhöht, die -qualität ist aufbauend.


5  Rochuskapelle Schlierbach

Zwei frühere, kleinere Kapellen sind belegt. Der architektonisch interessante Betonbau datiert von 1973. Sowohl ausserhalb als auch in der modern gestalteten Kapelle spüren Sie eine spezielle Atmosphäre. Lassen Sie sich Zeit, spüren, beten, entschleunigen Sie, der besondere Ort des Glaubens lädt Sie dazu ein. Die Kräfte sind hoch und neutral. Sie dürfen davon ausgehen, sich an einem bereits in vorchristlicher Zeit genutzten Kultplatz zu befinden.


6  Kirche St. Gallus

Die grossflächigen Fragmente des Apostelzyklus im Chor stammen aus dem Mittelalter. Der Büroner Apostelzyklus gehört zu den frühesten Wandmalereien im Kanton Luzern, die erhalten geblieben sind. Fällt Ihnen die ursprüngliche Farbfrische der kulturgeschichtlich wertvollen Bilder auf? Die Kräfte beim Hochchor sind hoch und neutral. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Ort schon lange vor Christi Geburt für Kulte genutzt und später christianisiert worden ist, ist gross.

Anfangs 12. Jahrhundert stifteten die Freien von Aarburg und Besitzer der Burg Büron eine Kapelle, die im 17. Jahrhundert an der selben Stelle durch eine Kirche ersetzt wurde. Ob die Kapelle, die den Adligen wahrscheinlich als Eigenkirche gedient hat, der erste Bau war, ist unklar.

Wenn Sie vor dem Eingang hinunter ins Tal blicken, wird Ihnen bewusst, dass Sie auf dem Kirchhügel stehen. Kraftvolle Hügel waren in frühen Zeiten wegen ihrer geschützten Lage beliebt für kultische Nutzung.

Der Hochaltar markiert eine Kraftlinienkreuzung und den vorchristlichen Jahreszeitenfeierplatz.

Stehen Sie in die Gangmitte, um die Kraft der Kraftlinie zu spüren. Setzen Sie sich beim angenehmem Wetter auch auf die Friedhofbank direkt an der Chorwand und nehmen Sie die Kräfte des hochschwingenden Platzes wahr.

Glagenrain

Werfen Sie auch einen Blick hinauf zum Galgenrain. Büron hatte als Sitz der Landvogtei Büron – Triengen die Ausübung der niederen Gerichtsbarkeit inne. Für schwere Straftaten war die Hohe Gerichtsbarkeit der Stadt Luzern zuständig. Todesurteile wurden in Luzern gesprochen und an den verschiedenen Richtstätten vollstreckt, zum Beispiel an derjenigen auf dem Galgenberg zu Büron. Wussten Sie, dass im Mittelalter das irdische Dasein als Vorbereitung auf ein Leben im Jenseits gesehen wurde? In diesem Zusammenhang war es entscheidend, wie man zu Tode kam, da sich dies auf das Leben im Jenseits auswirkte. Der Tod am Galgen oder auf dem Rad galten als besonders elend. Einerseits zur Abschreckung und andererseits als Symbol der Herrschaft wurden Galgen an gut sichtbaren Plätzen errichtet. In Büron heisst das Quartier noch heute Galgenrain. Auf dem höchsten Punkt soll er gestanden haben, der Galgen. Es wurden hier aber auch Menschen verbrannt wie die bekannte Hostiendiebin von Ettiswil, Anna Vögtlin. 1447 im Sommer soll zu Ettiswil Anna Vögtlin nach der Messe eine Hostie aus dem Sakramentshäus-chen gestohlen haben, wohl zu Heilzwecken, wie das damals hin und wieder vorkam. Die Schweinehirtin Margreth fand die weggeworfene Hostie in den Bennnesseln am Ende des Dorfes, der Diebin wurde ihr Raub offenbar zu schwer. Dieser zerbrach in sieben Teile, deren siebter sich in die Erde einbohrte, als man die Hostie in einer feierlichen Prozession in die Kirche zurück brachte. Man wertete dies als Zeichen Gottes und errichtete am Ort die St. Anna Kapelle. Währenddessen floh Anna Vögtlin und wurde am Hexenbächli, dem Grenzbach zwischen Büron und Triengen, gefasst und zum Tode verurteilt. Ihr Richter war der damalige Herr zu Büron, Herrmann von Rüssegg. Auf dem Galgenrain wurde sie verbrannt. Sagen erzählen davon, dass sie im Gebiet des Hexenbaches noch heute des Nachts herumspucke.


7  Schulhaus und ehemalige Burg

Auf den Fundamenten der stolzen Burg von Büron errichtete 1913 Heinrich Meili-Wapf das neue Schulhaus, das noch stark von der Formsprache der Burg geprägt ist. Der Schulhausbau soll den alten, unterirdischen Fluchtgang zerstört haben, der jedoch nie gefunden wurde. Ob er wohl existiert hat? Die Energien entsprechen den ortsüblichen Kräften, sie sind jedoch nicht nur aufbauend, wie sich das für einen Burgenstandort gehört.

Die einflussreichen Freien von Aarburg regierten hier von 1130 bis ins 15. Jahrhundert. 1260 vergabte Ulrich von Aarburg die Grafschaft an das Chorherrenstift Beromünster, um sie als Erblehen zu erhalten. 1455 gelangte die Grafschaft Büron, welche die verschiedenen Höfe und Weiler der Kirchspiele Büron, Winikon, Triengen, Schlierbach und Geuensee umfasste, für den Preis von 5000 Gulden an die Stadt Luzern. Die Städte gewannen, das Rittertum verlor seit dem 14. Jahrhundert an Macht. Die Schlacht bei Sempach von 1386 besiegelte das neue Kräfteverhältnis. Die Landvogtei Büron-Triengen, gegründet von der Stadt Luzern, bestand bis ins Jahr 1798. Auch nach der Übergabe der Gebietsherrschaft an Luzern wurde die Burg weiterhin bewohnt, bis sie im 16. Jahrhundert zerfiel. Teile von ihr finden Sie im Rathaus von Luzern verbaut.


8  Quellpark Bad Knutwil

Vom Stahlbad für Trink- und Badekuren des 15. Jahrhunderts und auch von der Baumkathedrale, dem Muster für die noch heute bestehende Anlage in Beromünster, ist nichts mehr zu sehen. Die heutige Mineralquelle ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern, im eigens dafür angelegten Quellpark das belebende Wasser zu geniessen. Eine Kneippanlage lädt zum erfrischenden Erlebnis, das kraftvolle Wasser hat gleichzeig auf- und abbauende Energiequalitäten. Die Energietankstelle ist jederzeit öffentlich zugänglich und darf genutzt werden.

Heilplatz, Heilwasser

Die Strahlungsintensität eines Heilplatzes oder Heilwassers ist gegenüber anderen Plätzen oder Wässern deutlich erhöht, die -qualität ist gleichzeitig auf- und abbauend.

Die ehemalige Knutwiler Waldkathedrale war Vorbild für die heute noch bestehende, grössere Anlage in Beromünster.

Eine zeitgleiche Variante: Bad Knutwil
Sucht man auf der Luzerner Landschaft Vergleichsbeispiele für die Spazierallee des Stiftes aus derselben Zeit, so wird man kaum fündig. Die anderen Flecken- orte und Landstädtchen scheinen damals noch keine solchen Anlagen realisiert zu haben.
Umso mehr fällt ein Beispiel auf, das fast wie ein Vexierbild zu Beromünster auftritt: das Bad Knutwil, heute Gemeinde Wilihof. ( ) Die Knutwiler Parkanlage von 1787 ist nur wenige Jahre älter als der Spazier- gang von Beromünster. Es ist relativ nahe liegend, hier ein inspirierendes Vorbild zu vermuten; nicht zuletzt, weil die oft Gicht geplagten geistlichen Herren durchaus gern den Badeorten zuzusprechen pfleg- ten. Bemerkenswert ist, dass in beiden Anlagen eine Allee und ein natürlich wachsendes Wäldchen kombiniert wurden. Leider ist von der ganzen Herrlichkeit des Ba- des Knutwil baulich nicht mehr viel übrig. Im 20. Jahrhundert wurde das Purtschertsche Palais abgerissen. 2


9  Pietà in der Pfarrkirche St. Bartholomäus

Die denkmalgeschützte klassizistische Pfarrkirche datiert aus dem 19. Jahrhundert. Den frühen Kultplatz markiert der Kirchturm. Teilweise finden Sie im Gotteshaus eher schwache Boviswerte vor. Achten Sie darauf, wo der Aufenthalt für Sie wohltuend ist und halten Sie sich konsequent dort auf. Dies ist im Rahmen von Gebet und Meditation eine gute Übung Ihrer Achtsamkeit. Beachten Sie die spätgotische Pietà aus dem 15. Jahrhundert. Sie soll den Bildersturm der Reformation überstanden haben und hierher gerettet worden sein. Spüren Sie deren liebliche Kraft?

Stehen Sie vor die Pieta. Gelingt es Ihnen, sich in die betende Mutter der Legende zu versetzen?

Die Legende „Marienbild aus Zofingen“ erzählt über die Rettung:

Um 1519 wütete in Zofingen die Pest. In diesen Tagen betete Anna Dulliker vor einem Muttergottesbild, das in einem halb zerfallenen Bildstöcklein stand. Die besorgte Mutter flehte inbrünstig um die Genesung ihrer erkrankten Kinder. In ihrer Not gelobte sie, ein neues Häuschen zu bauen, wenn ihre Kinder gerettet würden. Die Kinder wurden gesund, und die Frau sparte ihre Batzen für die Erneuerung des kleinen Bauwerks.

Da kam die Reformation und mit ihr der Bildersturm. Anna Dulliker flüchtete. Beim oberen Tor fand sie neben dem zerstörten Bildstöcklein das Marienbild im Kot. Sie wollte es retten. Gegen eine hohe Belohnung trug ein Mann das Bild weg. Er spottete aber fortwährend und verlangte immer mehr Geld. In Knutwil waren die Ersparnisse der Frau aufgezehrt. Der Mann warf das Bild in den Staub. Anna Dulliker wartete besorgt auf andere Hilfe. Unterdessen pflückte eines ihrer Kinder Blumen, um das Marienbild zu schmücken. Was glänzte da im Grase? Das Kind fand kostbare alte Münzen. Bald erschien ein Bauersmann mit seinem Wagen. Er führte das Muttergottesbild ins Kapuzinerkloster Sursee. Heute steht es in der Pfarrkirche von Knutwil.

Eine Innschrift erinnert daran: „Dem Bildersturm entronnen, nach Knutwil gerettet, bleib ich hier, dem gläubigen Volk ein Trost.“ 1

Die höchsten Energien werden mit dem Kirchturm markiert. Dort befand sich denn auch der vorchristliche Kultplatz. Die Pietà markiert eine Kraftlinie, die sich auf beiden Treppen kreuzt.

Stehen Sie in die Gangmitte, um diese Kraft zu spüren. Es ist dieselbe, die Sie bei der Pietà finden.

Fazit

Seit 1461 ist die Knutwiler Heilquelle belegt. 1786 entstand hier ein feudales Kur- und Heilbad und 1787 eine Baumkathedrale, das Vorbild für Beromünster. Erst anfangs 20. Jahrhundert entstand auf der anderen Talseite das Luftkurhaus Bellevue auf Gsteig. Energetisch hochschwingende Plätze sind zu Orten des Glaubens, Plätz mit besonderer energetischer Ausprägungen, wie in Knutwil und Gsteig, zu frühen Orten des Tourismus geworden.


Quelle: Forschungsstelle Kraft- und Kulturorte Schweiz

Quellen
Frey, W. (07.01.2014). Triengen. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS). URL: http//www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D656.php (06.08.18).

Frey, W. (16.02.2005). Büron. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS). URL: http//www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D634.php (06.08.18).

Frey, W. (04.11.2016). Wilihof. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS). URL: http//www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D657.php (07.08.18).

Frey, W. (21.08.2007). Knutwil. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS). URL: http//www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D641.php (07.08.18).

Hörsch W. (2004). „Spaziergang“ – „Schlösslipark“ – „Waldkathedrale. Metamorphosen einer spätbarocken Alleeanlage. Recherchen rund um die Schlössliallee bei Beromünster, verfasst im Auftrag des Stiftes St. Michael Beromünster und der Denkmalpflege des Kantons Luzern. In: Messmer, K. (2007). Beromünster – vaut le voyage. Eine Dokumentation zum Kulturtag 2007 der PHZ Luzern mit allen Studierenden des ersten Semesters, URL: http//www.lernwelten.phlu.ch/fileadmin/media/lernwelten.phlu.ch/literaturdb/Messmer (16.05.18).

Knutwiler. In: URL: http//www.knutwiler.ch
Marienbild aus Zofingen. In: Knutwil Online: Geschichte – Gemeinde Knutwil. URL: http//www.knutwil.ch/de/portrait/geschichte (15.05.18).

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