B :: Hitzkirch – Kraftorte

Romantischer Landschaftspark š

Die Familie Pfyffer gestaltete Schloss und Schlossanlage von Heidegg im 19. Jahrhundert zu einem Gesamtkunstwerk, geschaffen aus verklärten, vergangenheitsbezogenen Vorstellungen. Die Familie bewohnte während vieler Jahre nicht etwa den mächtigen Wohnturm, sondern das Lehenhaus und baute Zinnen, Gartenpavillon, Hauseingangsportal, den englischen Garten sowie geschwungene Kieswege. Ebenfalls im 19. Jahrhundert gestalteten sie das Dünkelbachtobel in natürlich-romantischer Manier und machten es mit einem Rundweg begehbar, was in dieser Zeit in Mode war, denken Sie etwa an das Küsnachter Tobel, an die Arlesheimer Ermitage oder an die Solothurner Verenaschlucht.


1 Mammutbaum __

Im Schlosshof und entlang der Einfahrt werden Sie von kraftvollen Mammutbäume willkommen geheissen.

Stehen Sie vor die einzelnen Mammutbäume und vergleichen Sie Ihre Empfindungen.


2 Schlosskapelle __

Die Kräfte in der schiffsbugartigen Kapelle sind erhöht, aber nicht nur aufbauend.

Stehen Sie in die Gangmitte und spüren Sie die erhöhten Kräfte.


Schloss Heidegg

Seit 1950 ist das Schloss Heidegg im Besitz des Kantons Luzern, der es über den Trägerverein „Vereinigung Pro Heidegg“ als kantonales Museum und Eventlocation der Öffentlichkeit von April bis Oktober zugänglich macht. Seit 2018 ist das Schloss Sitz der Seetaler Hochschule für Drakologie und beherbergt das Arbeitszimmer des Drachenforschers Ambrosius Ferdinand Sigismund Maria von und zu Drachenfels, das Sie besichtigen können – ein Muss, sollten Sie in Begleitung Ihrer Kinder hier sein. Das Schlossumgelände inklusive Rosengarten sind im Winterhalbjahr frei zugänglich.


3 Pavillon Rosengarten __

Heidegg gilt als Rosenschloss. Besuchen Sie den gepflegten Rosengarten mit prachtvollen Rosen und Ziergemüse, der im Jahre 1429 erstmals Erwähnung findet. Er bietet einen zauberhaften Ausblick über das Tal und auf den See. Beachten Sie die spezielle Lage der Kapelle, zu der eine steile Steintreppe führt. Flanieren Sie entspannt zwischen den Rosen und spüren Sie den Kräften nach. Diese sind dank einer Adernsteinspirale erhöht und sehr regelmässig in ihrer Strahlung.

Im Gartenhaus spüren Sie die Kräfte eines alten Jahresfeierplatzes.


4  Linde mit Bänkli

Das Bänkli unter der Linde lädt Sie ein zur Rast und zur Meditation. Gut möglich, dass dieser Kraftort einst als Meditationsplatz genutzt wurde.


5 Hitzkirch Pfarrkirche Pankratius und Elisabeth __

Eingegliedert ins ehemals burgähnliche Gebäude der Deutschritterkommende, des „Ordens der Brüder vom Deutschen Hospital Sankt Mariens in Jerusalem“, markiert die stattliche Kirche das Dorfzentrum. Seit dem Aussterben des Deutschritterordens im 19. Jahrhundert beherbergen die Gebäulichkeiten der Kommende das kantonale Lehrerseminar.

Der Vierungsaltar bezeichnet einen alten Kultplatz. Stehen Sie in den Mittelgang, hier spüren Sie die Kraft der Kraftlinie, die den nahen Kultplatz mit anderen kultisch genutzten Plätzen verbunden hat.


6 Labyrinth __

Den Kirchplatz ziert ein gepflästertes Labyrinth mit elf Umgängen. Seine Wegführung ist dem berühmten Labyrinth von Chartres nachempfunden. Der Weg ist lang und macht viele Wendungen, er führt Sie nahe an die Mitte und wieder davon weg. Beschreiten Sie das Labyrinth und folgen Sie dem Weg zu seiner und zu Ihrer Mitte. Tun Sie das in Freude und Achtsamkeit. In der Mitte erwartet Sie ein Kraftort und eine Kraftlinie.


7  Taubenmadonna in der Marienkapelle

Die neugotische Kapelle, 1861 eingeweiht, fungierte bis zur Erweiterung der Kirch in den Jahren 1914-16 als Beinhaus und Aufbahrungsort. Der Altar strahlt denn auch abbauend, wie das für einen Ort des Todes angenommen werden darf. Beachten Sie an der Chorwand die anziehende Taubenmadonna. Die gekrönte Gottesmutter hält das Jesuskind mit Taube im Arm, welche den Geist Gottes und den Frieden symbolisiert. Die Madonna strahlt mit hohen und aufbauenden Kräften und stellt einen Kraftort dar.


8  Lourdesgrotte

Seit dem Jahre 1932 besteht die naturgetreu nachgebildete Lourdesgrotte als vielgenutzter Ort der Stille, zu welchem auch Lichtprozessionen stattfinden. Errichtet wurde die Grotte auf private Initiative hin, da es nicht allen Bürgern möglich ist, die Wallfahrt nach Frankreich anzutreten. Die Energien sind bei den Bänken leicht erhöht und aufbauend.


9 Jakobuskapelle Ermensee __

1036 wird Ermensee als „Armense“ erstmals urkundlich erwähnt. Zahlreiche Funde belegen eine dauerhafte Besiedelung bereits ab der Jungsteinzeit, die Römer sollen hier Weinbau betrieben haben und im Mittelalter errichteten die Kyburger eine Burg, die zur Zeit des Sempacherkrieges bereits wieder zerstört wurde.
An diesem geschichtsträchtigen Ort finden Sie ein aussergewöhnliches Gotteshaus, die Jakobuskapelle. Sie liegt an der Innerschweizer Pilgerstrasse nach Santiago de Compostela, datiert von 1608 und steht auf den Fundamenten mindestens eines Vorgängerbaus. Das Kapelleninnere ist mit Fresken ausgestaltet und fasziniert mit seinem Flügelaltar, dessen Reliefschnitzereien die Jakobspilgerlegende darstellen.


Quelle: Forschungsstelle Kraft- und Kulturorte Schweiz


Quellen
Hörsch, W. (17.03.2017). Heidegg. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).
www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D7529.php (21.05.18).

Hörsch, W. (24.10.2005). Ermensee. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).
www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D596.php (21.05.18)

Hörsch, W. (03.11.2016). Hitzkirch. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).
www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D601.php (21.05.18)

Reinle, A. (1963). Das Amt Hochdorf. In: Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern, Band VI. Basel: Birkhäuser.Ruckstuhl, D. (2001). Schloss Heidegg. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 691, Serie 70). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern.

Die Hochschule für Drakologie finden Sie im Schloss Heidegg. Diese moderne und kreative Idee fusst viel tiefer in der Tradition unserer Kultur, als Sie vielleicht annehmen, galt der Drache oder die Schlange doch als Symbol für das Heidentum. Denken Sie etwa an den Heiligen Georg, den Drachentöter, der das Christentum gebracht hat.

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